Brenk - Gumbo: Prachtvoll bunt!

Finanziell ist es in in den letzten Jahren immer riskanter geworden ein reines HipHop-Instrumentalalbum zu veröffentlichen, vor allem, wenn es weniger clubtauglich ist, sondern eher was fürs Autoradio. Doch der Österreicher Brenk hat mit „Gumbo“ genau das getan und kann durchaus punkten, mit großer Vielfalt und ausgefeilten Arrangements.


Das Album beginnt mit wabernden relaxten Synthiebässen unter angenehm fiependen Flächen oder ruhigen Streichern, alles in Fahrt gebracht mit groovigen, doch zurückgenommen Drums. Später kommen dann Lowtempo Elektro-Bluesrock-Nummern, Straßenstandards, Schmusepop und ein Crimson & Clover-Revival dazu, was eine prachtvoll bunte Mischung ergibt.

Brenk zaubert anspruchsvolle Soundcollagen, die unwahrscheinlich viel Liebe zum Detail beweisen. Alle vier Takte hört man etwas Neues. Es ist ein Album zum ganz genau hinhören entstanden, aber genauso auch zum drüber weg oder nebenbei hören. Mit 40 Dingern ist das Album zwar ein bißchen zu lang, um ihm durchgängig konzentriert lauschen zu können, doch auch im StandBy-Modus lässt sich die Lockerheit der Stilverschmelzungen noch locker genießen. Und das ist in höchstem Maße ein Drahtseilakt, den Brenk jedoch mit künstlerischer Bravour meistert.

4.7.08 21:33

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