Necro - Death Rap: Absolut frisch, trotz seiner Morbidität!

Necro lebt. Natürlich um zu töten. Mit Rap, versteht sich. Deshalb die Betitelung seines aktuellen Solo-Projektes mit „Death Rap“, was gleichzeitig die Bezeichnung des von ihm neu erschaffenen Genres ist. Soviel zu den Ausgangsvorraussetzungen. Und nun zur Umsetzung der Verschmelzung von gutem altem Rap und Death Metal.

Diese kommt weniger gewagt daher als man vorher denken könnte. Der eine oder andere Death Metal-Frontmann grölt schonmal eine Hook zur Großartigkeit, aber im Grunde seines Rockerherzens scheint auch Necro den Pop zu fühlen. Denn es sind vor allem die teils komplett gesampleten Hooks von Rockklassikern jeglicher Couleur, die jeden Song auf eine andere Art und Weise catchy machen und ein umfassendes Wissen und Gespür Necros für die Musikgeschichte demonstrieren.

Thematisch macht der selbstbetitelte „King of gore and porn“ dafür aber weniger Experimente. Death Rap handelt grob umrissen von Mord, Totschlag und Vergewaltigung, also grundsätzlich gewalttätigem Handeln und Behandeltwerden, alles mit freiwilliger Metaphorisierung durch den Hörer auf das Leben des American White Trash. Wirklich fantastisch anzuhören ist, wie Necro sich in ellenlangen Reimketten über die melodiös-rockigen bis trash-metaligen Instrumentale doubletimed und tripled. Sein Lispeln ist da nur noch schmückendes Beiwerk.

Necro - Mutilate The Beat

21.6.08 03:35

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